CocoCarelle

Interessierte Leserinnen und Leser wie Ihr sind die wertvollste Motivation für mich zu schreiben.

Meine Werkzeuge sind die leichte Feder sowie der scharfe Blick fürs Unwesentliche. Ich nehme das Leben nicht auf die leichte Schulter, aber sehr gerne auf die Schippe. Bei mir gibts garantiert keine Schmink- oder Diättipps. Ich mags naturbelassen, echt und ehrlich.

Schwebt mit mir durchs Leben - ganz ungeschminkt und luftig leicht.

 

 

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(Dezember 2025)

 

Es ist mal wieder so weit. Weihnachten naht. Und ich finde tatsächlich, dass es hierfür allerhöchste Zeit und allerletzte Eisenbahn ist. Warum? Nicht, weil ich Lust auf den alljährlichen Weihnachtsrummel habe, sondern weil ich vom Weltgeschehen die Nase ziemlich voll habe. Es duftet nicht nach Zimt und Tannennadeln - nein, mir stinkt’s. Euch auch? Es stinkt zum Himmel.

 

Dorthin ist Jesus ja vor recht vielen Jahren aufgefahren - interessanterweise klappte das pannenfrei ganz ohne Trägerrakete. Seine Mission war stets eine friedliche. Bereits direkt nach seiner Geburt verkündeten die Engel den Hirten auf dem Feld: Friede sei den Menschen auf Erden. Damals waren die Hirten sehr erschrocken über die Flugobjekte, die da über ihnen auftauchten. Heute hätte man Angst vor Drohnen, die definitiv keine Friedensbotschaft überbringen. Engel könnten wir mal wieder gut gebrauchen.

 

Der Name Jesus bedeutet aus dem Hebräischen übersetzt: ‚Gott rettet‘. Ja, sind wir denn überhaupt noch zu retten?, werden sich viele von uns des öfteren fragen. Hat der Mensch nix dazugelernt?

Früher reichte es, das Leben Tag für Tag zu überleben, indem es etwas zu essen gab, man ein Dach über dem Kopf hatte, das Schutz und Wärme bot, dass keine lebensbedrohlichen Krankheiten oder das Kindbettfieber ausbrachen. Und kein Feind durfte zu nahe kommen, dann war schon alles gut. Dann hat sich der Mensch weiterentwickelt, tolle Sachen erfunden, sich mehr und mehr zivilisiert. Die Idee des Humanismus entstand und etablierte sich. Das Leben konnte sicherer und schöner werden. Eigentlich.


Aktuell sieht es im östlichen Teil von Europa, aber auch im Nahen Osten oder einigen Regionen Afrikas, um nur ein paar Krisenherde zu nennen, für viele Menschen leider völlig anders aus. Der Sinn dieser zerstörerischen Kriege ist für niemanden in den betroffenen Ländern zu begreifen. Den verantwortlichen Kriegsherren etwa? Das bezweifle ich und frage mich: Haben die überhaupt ein normales Hirn im Kopf oder gar ein Herz in der Brust? Absolut sinnlos, dass Elektrizitätswerke, Wohnhäuser, Kindergärten, Krankenhäuser, Schulen und vieles mehr zerstört werden. Es ist mehr als sinnlos, derart viele Menschen ihres Lebens zu berauben und Witwen, Waisen, Trauernde, Verstümmelte, Traumatisierte und Obdachlose in grosser Anzahl zu generieren. Zurück bleiben graue Staubwüsten und Ruinen. Auch in den Seelen. Einzelne despotische Personen bilden sich wohl ein, sich einen Platz in den Geschichtsbüchern zu sichern. Klar, den bekommen sie. Dass sich dieser Platz aber in der allerhinterletzten Reihe, als Stehplatz in Wind und Regen, ohne Dach, befindet, ist diesen Herren (ja, es sind ausschliesslich Männer, die diese Kriege führen) wohl nicht bewusst. Die haben es sich echt verscherzt bei mir. Ich mag Männer sehr, aber nur die friedlichen und anständigen unter ihnen.

 

Deshalb: Herzlich willkommen Weihnachten. Mit Engeln und nachhaltigen Friedensbotschaften, die dauerhafte Gültigkeit haben. Und bitte keine skurrilen Waffenstillstände, die an Weihnachten verordnet werden. Das ist ja schon öfter geschehen, so zum Beispiel auch im ersten Weltkrieg, als eigentlich verfeindete Soldaten friedlich miteinander feierten, sogar Geschenke austauschten, um dann zwei Tage später wieder gegeneinander zu kämpfen.

Was die sich wohl geschenkt haben? Munition? Schutzwesten? Gebrauchte Socken? Wäre es nicht so schrecklich, könnte ich hierüber herzhaft lachen.

 

Ich bin und bleibe Optimistin. Trotz allem. Daher wünsche ich uns allen schöne und friedliche Weihnachten. Schenken wir uns hübsche Dinge: Ein Lächeln, Freundlichkeit, Wohlwollen und viel Humor. Und wenns sein muss, dann halt auch Socken, gerne aber neue.

Damit wir - trotz allem - keine kalten Füsse bekommen und uns wohlig weihnachtlich fühlen können.